domingo, 20 de mayo de 2018

Manchmal gefällt es uns, dass man uns verletzt



Manchmal gefällt es uns, dass man uns verletzt



Es gibt kein Heilmittel 
gegen Liebe, 
aber Liebe ist das 
einzige Heilmittel 
gegen alle Übel 
(Leonard Cohen)



Unsichtbares Rätsel für menschliche Vorstellungen,

Herr der Leidenschaft und Herrscher der Seelen,

unerbittlicher Krieger und sinnlicher Betrüger...

Er ist apokalyptisch, idyllisch in seinen Schlachten, poetisch

in seinen Niederlagen, er stammt aus dem antiken Leben und

seine Zukunft ist die ewige Erinnerung.

Er geht ohne Pause und bleibt bei uns länger als

der Mensch... er erwacht in einem zweisilbigen Wort zu neuem Leben,

großartig wie das Weltall.

Seine Gefängnisse sind goldene Gemächer, sein


Scheitern ist ein verlorenes Paradies: nach Eva

sucht ihn jeder Mensch über die Sünde.

Er erreicht die Hemisphären unseres Bewusstseins

dank der Wölbungen seines Eifers, er

bedeckt uns mit seinem Rausch und verschwindet in der

Dämmerung, wenn wir von seinem Ankommen träumen. Seine

Verurteilung ist eine Stille, die uns allgegenwärtig

verfolgt, sein Glück ist eine Geometrie, die

in Streicheleinheiten gemessen wird.

Wir gehören ihm: sein Antlitz nistet in der Brust und

ist im Gedächtnis von Tagen, die nie wieder zurückkehren werden, verankert.

Wir sind Sklaven seiner sanften Umarmungen,

und wir suchen den Funken seiner ungestümen Küsse:

wir sind ein Haufen Menschen gebrochenen Herzens,

und warten darauf zu bersten. Wir spazieren am Rande

des Abgrunds des Vulkans bis Cupido kommt,

um uns zu retten.


Unsere Körper schmachten nach seinem Glück und... wir

schenken ihm als Gabe all unser Lächeln in

einer Truhe der Hoffnung.

Und... egal sind uns der Preis, den wir für die mit Tränen

gebürgte Wunde zu zahlen haben, die nicht erfüllten und

mit traurigen Worten überschwemmten

Versprechen: wir alle ersehnen die

stürmischen Gewitter seiner Gewässer, das versprochene

Land seiner Verse, das leichte Wehen seiner Brise, bis

unsere erwartungsvollen und ausgerasteten Herzschläge

in der Hölle seiner Impulse in den Wahnsinn getrieben werden.



Wir sind Bettler, die sich nach der Quelle der

Liebe sehnen: wenn die schwungvolle Resonanz

seines Trubels fehlt, fehlt das Strahlen seiner Macht.


Liebe, allmächtige Liebe, alles ist Liebe, das

Leben ist Gefühl.

Ich betrachte die Finsternis des weissen Zifferblatts der Nacht,

ich warte auf einen Tagesanbruch voller Versprechen,

ich bete das allmächtige Gefühl und seine

schwindlerische Bleibe an, um das Geheimnis

seines Wesens zu erflehen. Mein einziger Gedanke ist aber, wenn

Cupido heute existieren würde, wäre er ein Mörder und

ich würde ihn darum bitten, an seiner Hand mit dem Versprechen

zu sterben, mit seinem Vergessen tanzen zu können. Denn was

ein Gedicht nie sagt ist,

dass mutig zu sein bedeutet, sich erneut der Wunde zu stellen,

die meine Brust wieder besiegen wird, und dass die

Liebe, diese gesegnete LIEBE, die unsere Seelen beherrscht,

so edel ist, dass sie es den Besiegten gestattet, ihre Reliquien

zu sammeln.















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